Was bleibt von mir, wenn ich einmal gehe?

 

Dr. Irene Pill und Dr. Bernd Mayer Dr. Irene Pill und Dr. Bernd Mayer - Stiftung für interkulturellen Dialog

Dr. Irene Pill und Dr. Bernd Mayer: Interkulturelle Entdeckungsreise für Kinder und Jugendliche

"Was soll am Ende unserer gemeinsamen Reise stehen?" - dies fragten wir uns kurz vor unserer Eheschließung. Vor einer Hochzeit an den eigenen Tod und an ein Testament denken?! So ungewöhnlich dies viel leicht klingen mag, so positiv haben wir diese schweren Themen dennoch erlebt. Für uns bedeutet es eine große Erleichterung, vieles heute schon geregelt zu haben. Mit unserer Trauung wollten wir ein Zeichen setzen: Uns war und ist es ein Herzensanliegen, eine Vision zu formulieren und mit der Gründung einer Stiftung Sinn zu stiften. Unsere Stiftung für interkulturellen Dialog eröffnet Kindern und Jugendlichen eine Entdeckungsreise in andere Lebenswelten. Wir glauben fest daran, dass Kunst und Kultur junge Menschen verschiedenster Nationen, Sprachen und Religionen verbinden kann. Mit interkultureller Verständigung ist es möglich, den Blick für die anderen zu weiten und Grenzen zu überschreiten. Damit fördern wir einen respektvollen, neugierigen und unvoreingenommenen Umgang mit Menschen anderer Kulturen. Einen nachhaltigen Beitrag zu leisten für ein positives Miteinander - dies soll am Ende unserer gemeinsamen Reise stehen.

 

Prälat Dr. Werner Groß - Ehemaliger Domkapitular Prälat Dr. Werner Groß - Ehemaliger Domkapitular

Prälat Dr. Werner Groß: Spirituelles Leben auch in Zukunft ermöglichen

Im Jahr 2004 feierte ich meinen 70. Geburtstag. Und in diesem Jahr trat ich auch in den Ruhestand - eine entscheidender Einschnitt in meinem Leben. Eine Frage stellte ich mir: Was wird mich von meinem Berufsleben auch zukünftig begleiten? Mein Leben lang habe ich mich bemüht, Liturgie und Spiritualität zu vermitteln. Meine eigene Stiftung soll diese Bestrebungen über mein Leben hinaus weiterführen. Ich möchte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich der katholischen Altenhilfe fördern. Wer in der Caritas tätig ist, sich für Menschen einsetzt, die dringend Hilfe und Unterstützung benötigen, bedarf selbst auch innerer Kraft und geistlicher Stärkung. Deshalb soll meine Stiftung ehrenamtlichen Mitarbeitenden Einkehrtage, Besinnungstage und Kurzexerzitien ermöglichen. So ist es mir möglich eine wichtige Erkenntnis in diesem Bereich zu verwirklichen, die mir zu einem persönlichen Anliegen geworden ist.

 

Thomas WeidleThomas Weidle, Fachdienstleitung Sucht- und Sozialpsychatrischer Dienstprivat

Eine Erbschaft schafft Zukunft und Heimat
Der Caritasverband für Stuttgart e.V. hat ein älteres Wohnhaus mitten im Stadtgebiet Stuttgart geerbt. Mit finanzieller Hilfe eines Stifters der Caritas Gemeinschafts-Stiftung wurde diese Immobilie saniert und steht seit 1. Oktober 2012 dem Fachdienst Reha der Stuttgarter Caritas zur Verfügung. Wir betreuen dort mittlerweile sechs Frauen und Männer, die nach einem stationären Klinikaufenthalt weitere Unterstützung auf ihrem Weg zu einer zufriedenen Abstinenz benötigen. Solche Projekte sind ein wichtiger Baustein für die berufliche und persönliche Wiedereingliederung unserer Bewohner in die Gesellschaft. Die sechs Frauen und Männer freuen sich sehr über diese Chance hier ihre neuen Lebenswege zu gestalten. Sie pflegen den kleinen Garten hinterm Haus und auch  die Nachbarn sind froh, dass das kleine Reihenhaus wieder bewohnt und in guten Händen ist. Für uns ist dies ein gelungenes Beispiel dafür, wie Stifter und Erblasser gemeinsam mit unseren Projekten eine soziale  Botschaft realisieren.